Working Paper
An dieser Stelle werden die wissenschaftlichen Veröffentlichungen des Projektes zur Diskussion gestellt.
Innovationsbedingte Beschäftigungs- und Umsatzeffekte bei Unternehmen im Raum Jena
Vorliegendes Paper analysiert den Innovationserfolg von schwerpunktmäßig kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in der Region Jena auf Basis der Datensätze des Projektes KompNet2011 – Erfolgsfaktoren regionaler Innovationsnetze. Hierbei wird der Innovationserfolg sowohl mit Hilfe von Mengen- als auch Wertindikatoren gemessen.
Die Ergebnisse zeigen, dass alle innovativen Unternehmen im Betrachtungszeitraum 2006 bis 2010 im Durchschnitt sowohl ihren Mitarbeiterstamm als auch ihren Umsatz ausweiten konnten. Letzteres gilt jedoch nicht für Unternehmen, die schwerpunktmäßig an subjektiven Prozessinnovationen arbeiteten.
Um den relativen Erfolg in Abhängigkeit der Innovationsstrategie zu ermitteln, wurde die Abweichung von der durchschnittlichen Wachstumsrate betrachtet. Betriebe, deren Innovationsstrategie auf die Entwicklung gänzlich neuer Produkte bzw. Prozesse gerichtet ist, weisen ein überdurchschnittliches Beschäftigungs- und Umsatzwachstum auf, während Unternehmen mit subjektiven Prozessneuheiten und Organisationsinnovationen nur unterdurchschnittlich wachsen. Bei allen anderen Innovationsarten fällt die Beurteilung des Innovationserfolges je nach Erfolgsindikator einerseits unter- und andererseits überdurchschnittlich aus.
Abschließend konnte gezeigt werden, dass die Unternehmen, die seit 2006 mehrmals innovativ waren, im betrachteten Vier-Jahres-Zeitraum eine überdurchschnittlich expansive Entwicklung verzeichnen konnten.
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Innovationskooperationen und Wissenstransfer von Unternehmen im Raum Jena
Die im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes KompNet2011 – Erfolgsfaktoren regionaler Innovationsnetze – durchgeführte Befragung untersucht die Innovationskooperationen sowie Wissenstransferaktivitäten von schwerpunktmäßig kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Region Jena. Die Studie konzentriert sich auf drei Aspekte:
- Mit welcher Intensität werden die verschiedenen Transferkanäle für die Übertragung des Wissens zwischen den kooperierenden Partnern genutzt?
- Welche Innovationsrelevanz wird den einzelnen Transferarten durch die KMU beigemessen?
- In welchem räumlichen Kontext finden diese Transferbeziehungen statt?
Es konnte festgestellt werden, dass vertikale Kooperationsbeziehungen von mehr als 75% der innovativen Unternehmen praktiziert werden. Unentbehrlich für den Erfolg von Kooperationen sind regelmäßige „face-to-face“-Kontakte zwischen den Beteiligten. Obwohl die Unternehmen bei Innovationsvorhaben mit zahlreichen Partnern zusammenarbeiten, ist die Eigenentwicklung die mit Abstand wichtigste Entwicklungsart.
Mehr als 80% der Befragten nutzen unmittelbare Wissenstransferformen, wie Aus-/Weiterbildungsleistungen und Workshops. Humankapitalorientierte Kanäle, wie die Beschäftigung von Praktikanten und Werkstudenten oder die Betreuung von Seminar- bzw. Abschlussarbeiten, werden von mehr als 50% praktiziert. Weniger als die Hälfte der Unternehmen nutzt hingegen klassische F&E-Transferkanäle.
Neben den unmittelbaren Kanälen und der Verbundforschung zeichnen sich auch die unterdurchschnittlich ausgeübten klassischen F&E-Transferarten durch eine hohe Innovationsrelevanz aus, d.h. sowohl Transferkanäle für stillschweigendes (implizites) Erfahrungswissen als auch für explizites technologisches Wissen sind für den Innovationserfolg wichtig. Die Transfer-aktivitäten werden – unabhängig von dem genutzten Transferkanal – vorwiegend regional und mit Partnern aus der eigenen Branche durchgeführt. Der Import von Wissen aus dem Ausland ist für die innovativen Unternehmen im Raum Jena von untergeordneter Bedeutung.
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Strategische Ausrichtung und Innovationstätigkeit von KMU im Raum Jena
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt KompNet2011 – Erfolgsfaktoren regionaler Innovationsnetze – untersucht die strategische Ausrichtung sowie die Innovationsaktivitäten von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in der Region Jena.
Für die 225 Befragungsteilnehmer stellt die Qualitätsführerschaft die wichtigste Strategie dar: Fast 80% weisen ihr eine hohe bzw. sehr hohe Bedeutung zu. Allerdings belegt der Datensatz auch die Tendenz zu Mischstrategien, da nur wenige Unternehmen eine eindeutige strategische Ausrichtung aufweisen.
Das Innovationsverhalten der KMU in der Region ist stärker auf Produktinnovationen als auf Prozessinnovationen ausgerichtet und fokussiert außerdem intensiver auf Verbesserungen als auf Neuheiten. Zudem finden sich in der deskriptiven Auswertung Belege für eine hohe Bedeutung betriebswirtschaftlich orientierter Innovationsarten, d.h. Marketing- und Organisationsinnovationen sind von erheblicher Relevanz.
Während Kunden die mit Abstand wichtigsten Innovationstreiber sind, werden Kostenbarrieren und gesetzliche Restriktionen als bedeutendste Innovationshemmnisse identifiziert. Fehlende technologische Informationen und fehlende Kooperationspartner wirken sich hingegen kaum negativ auf die Innovationstätigkeit aus.
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